Dr. Marko Oldenburger

Internationales / Europäisches Familienrecht und Scheidung

artvocati entlastet Mandanten durch individuelle Rechtsberatung und -vertretung im Familienrecht mit europäischen und internationalen Bezügen, insbesondere bei Trennung und Scheidung. Dr. Oldenburger, Fachanwalt für Familienrecht und Medizinrecht in Hannover, bringt dazu seit Jahren seine umfangreiche Expertise sowohl in nationalen als auch internationalen Rechtsangelegenheiten erfolgreich ein.

Dr. Oldenburger ist seit 1998 selbständiger Rechtsanwalt. Seine Kanzlei befand sich zunächst am Sitz des OLG Celle, 2010 erfolgte der Umzug in die Landeshauptstadt Hannover. Im Jahr 2019 begründete er mit der renommierten international tätigen Wirtschaftskanzlei Rose & Partner eine Kooperation und leitet seit dem am Standort Hamburg den Bereich Familienrecht. Hierdurch stehen unseren Mandanten besonders qualifizierte Berater (beispielsweise Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Fachanwälte für Handels- und Gesellschaftsrecht / Steuerrecht / Erbrecht) zur Verfügung. Zusammen mit ihnen können wir auch komplexere wirtschaftliche Strukturen analysieren und lösungsorientierte Strategien entwickeln. Zudem werden quasi hausintern Vermögensbewertungen vorgenommen, die im Zusammenhang mit Eheverträgen, Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen sowie der Klärung von Zugewinn eine bestmögliche Grundlage für Verhandlungen und gerichtliche Auseinandersetzungen liefern.

Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Oldenburger sind von Anbeginn an das internationale Familienrecht und dessen Schnittstellen zum Medizinrecht (Reproduktionsmedizin, Leihmutterschaft). Für beide Rechtsgebiete wurde ihm der Fachanwaltstitel wegen besonderer theoretischer Kenntnisse und praktischer Erfahrungen verliehen.

Scheidung

Trennung und Scheidung stellen besonders einschneidende Lebensabschnitte dar. Welche Folgen haben diese Ereignisse? Müssen Gesellschaftsanteile oder Immobilien verkauft werden? Kann ich im Haus oder in der Wohnung bleiben? Was ist mit dem Auto? Wo leben die Kinder künftig? Wer bekommt den Hund? Wie hoch ist der Unterhalt?

Wir beraten und vertreten unsere Mandanten in diesen schwierigen Zeiten nicht nur qualifiziert, sondern auch persönlich. Dazu stehen, neben unserem großen Besprechungsraum, moderne Video-Kommunikationsformate wie Zoom, Teams, Skype oder FaceTime zur Verfügung.

Im Bereich des Güterrechts wird die oftmals unerwartet eingetretene Trennungssituation durch Fragen zum Zugewinn geprägt. Daneben gewinnt die Vorbereitung und Umsetzung der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung an Bedeutung. Um es gar nicht erst zu langwierigen teuren Gerichtsverfahren kommen zu lassen, sind Eheverträge oder Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen empfehlenswert. Diese verhandeln, gestalten und überprüfen wir für Sie, damit Sie bei einer anschließenden Scheidung keine unliebsamen Überraschungen erleben. Die Berater der Kooperationskanzlei Rose & Partner werden auf Wunsch, beispielsweise bei steuerlichen Fragen oder zur Vermögensbewertung, einbezogen.

Im regelmäßig streitigen Unterhaltsrecht sind Firmeninhaber, Freiberufler, Vorstände oder Profisportler im Regelfall so aufgestellt, dass kein Quotenunterhalt, sondern ein konkreter Unterhalt (Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt) berechnet werden muss. Nach neuerer Rechtsprechung des BGH wird die Durchsetzung von Ehegattenunterhalt aber dadurch erleichtert, dass bis zu einem Nettoeinkommen von 11.000 EUR noch Quotenunterhalt verlangt werden kann. Das dementsprechende Berechnungssystem und die Wahl optionaler Strategien sind allerdings komplex. Dr. Oldenburger bringt für die wichtigen Verhandlungen mit der Gegenseite oder in Rechtsmittelverfahren vor den Oberlandesgerichten seine vertieften Kenntnisse und langjährigen Erfahrungen bei konkreten Bedarfsberechnungen sowie der Umsetzung der neuere BGH-Rechtsprechung ein. Das gilt i.Ü. auch für den Kindesunterhalt, der aufgrund neuer Rechtsprechung des BGH auch (dynamisch) oberhalb der Höchstbeträge der Düsseldorfer Tabelle liegen kann.

Familienrecht mit europäischen und internationalen Bezügen

Dr. Oldenburger ist deutschlandweit v.a. bei Mandanten gefragt, deren (geplante) Ehe im Bereich des europäischen und internationalen Familienrechts anzusiedeln ist, also in Fällen, in denen beispielsweise Ehepartner verschiedener Nationalitäten heiraten, sich trennen oder scheiden lassen wollen. Möglichkeiten der Rechtswahl stehen dabei, neben häufig auch binationalen Verträgen, im Zentrum der Verhandlungen. Denn eine Rechtswahl nützt nichts, wenn sie im Land des späteren (geplanten) Aufenthalts nicht anerkannt wird.

Anlässlich von gerichtlichen Beschwerdeverfahren vor deutschen Oberlandesgerichten, also bspw.

– Zugewinn (GÜ)

– Ehegattenunterhalt (UE)

– internationale Kindesentführungen

– Sorgerecht

– Umgangsrecht

vertritt er Ihre Interessen persönlich, kompetent und engagiert.

Dabei werden auf Basis des erstinstanzlichen Vorbringens zunächst Chancen und Risiken überprüft. Anhand der Verfahrensakte und notwendigen persönlichen Gesprächen mit Ihnen erfolgt als Erstes eine kritische Analyse der Entscheidung. Bereits der Sachverhalt kann Anlass zur Korrektur geben, häufig liegt der Schwerpunkt aber in der (fehlerhaften) Rechtsanwendung durch das Familiengericht. Dazu werden Rechtsprechung und wissenschaftliche Literatur ausgewertet  und der familiengerichtlichen Entscheidung gegenübergestellt. Bestehen überwiegende Erfolgsaussichten, erscheint die Entscheidung des Familiengerichts also falsch, kann eine Empfehlung zur Durchführung des Beschwerdeverfahrens ausgesprochen werden. Auf Wunsch der Mandanten führen wir diese Verfahren dann vor den Oberlandesgerichten auch durch.

Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens kann nach der abschließenden Entscheidung des Senats auch noch eine sogenannte Gehörsrüge sein. Wenn das OLG den Sachverhalt nicht vollständig erfasst und seiner Entscheidung zu Grunde gelegt hat, kann damit versucht werden, innerhalb einer recht kurzen Frist von 14 Tagen eine nochmalige Korrektur zu erreichen. Gelingt das nicht, besteht die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde beim BVerfG. Auch diese ist allerdings fristgebunden. Erfahrungsgemäß bestehen aber selten gute Erfolgsaussichten.

Möglich bei Beschwerdeverfahren ist auch die Zulassung zur Rechtsbeschwerde. Bei grundsätzlichen Rechtsfragen oder zur Fortbildung des Rechts, aber auch bspw. in besonderen Betreuungsangelegenheiten, muss der BGH sich dann der Sache annehmen und entweder selbst entscheiden oder die Angelegenheit zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das OLG zurückverweisen. In solchen Rechtsbeschwerdeverfahren müssen Sie sich zwingend durch eine/n beim BGH zugelassene/n Anwalt/Anwältin vertreten lassen.

Familien- und Erbrechtsangelegenheiten sind ein emotionaler Prozess und jeder Mandant geht individuell mit dieser Situation um. Ich entlaste meine Mandanten, indem ich ihre Anliegen versachliche und die best durchsetzbare rechtliche Lösung für sie erreiche.“

Leihmutterschaft und Reproduktionmedizin

Eine Wunschmutterschaft ist dem deutschen Recht fremd. Jede medizinische Assistenz bei Ei- und Embryonenspende ist verboten. Das gilt auch für die Vermittlung einer Leihmutter. Leihmutterschaften sind allerdings in vielen anderen Staaten außerhalb Deutschlands erlaubt.

Auf dem Weg zum Wunschkind unterstützen wir Paare und Einzelpersonen, die im Ausland nach Hilfe suchen. Agenturverträge, Klinikverträge und Verträge mit Leihmüttern werden überprüft und nachverhandelt. Insbesondere erfolgt dies in Bezug auf für die Anerkennung der Abstammung in Deutschland maßgebliche Inhalte, aber auch zum wirtschaftlichen Schutz unserer Mandanten. Länderschwerpunkte sind die USA, Ukraine, Georgien, Russland und Griechenland.

Weitere Schwerpunkte sind Samenspenden, künstliche Befruchtungen sowie Fragen zur Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen.

Persönliche Daten

Dr. iur. Marko Oldenburger geboren 1967, verheiratet

Ausbildungsdaten/ Studium

1987 – 1988: Sanitäter bei der Bundesmarine

1988: Beginn einer Ausbildung zum Zahntechniker

1989 – 1996: Studium an der Leibniz Universität Hannover, Fachrichtung: Sozialwissenschaften (Dipl.)

1990 – 1995: Studium an der Leibniz Universität Hannover, Fachrichtung: Rechtswissenschaften

1995: Erstes juristisches Staatsexamen

1995 – 1997: Referendariat bei dem OLG Celle

1997: Zweites juristisches Staatsexamen

1995 – 1998: Hilfskraft am Lehrstuhl für Öffentliches Recht der Universität Hannover, Prof. Dr. J.-D. Kühne

1995 – 1998: Doktorandenkolloquium Prof. Dr. H. A. Hesse

1996 – 1998: Stipendium der VW-Stiftung (Untersuchung der Wirkung von Gerichtsentscheidungen)

Beruf

1998: Zulassung als Rechtsanwalt

1998 – 2010: Selbständiger Rechtsanwalt in Celle

2011 – 2016: Partner der Kanzlei lehmann und partner, Hannover

2016: Gründung der Kanzlei artvocati, Hannover

2019: Leitung des Dezernats Familienrecht bei Rose & Partner, Hamburg

Weiterbildung

2003: Fachlehrgang Mediation

2006: Fachanwalt für Familienrecht

seit 2006: Autor für den juris PraxisReport Familienrecht

2008: Fachanwaltslehrgang Steuerrecht

seit 2008: Tätigkeit als Verfahrensbeistand

2011: Fachanwalt für Medizinrecht

seit 2011: Autor für den juris PraxisReport Medizinrecht

2013: Promotion zum Dr. iur. (Leibniz Universität Hannover)

2010 – 2012: Forschungsprojekt „Internationale Reformforderungen zum Familienrecht“ an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover (gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft)

seit 2015: Dozent an der Leibniz Universität Hannover (ZEW)

seit 2020: Autor für die Zeitschrift Familienrecht Kompakt (IWW Verlag)

seit 2020: Autor für die Zeitschrift NZFam (C.H. Beck Verlag)

2020: Sachverständiger für den Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages

 

Mitgliedschaften

  • AG Familienrecht im DAV
  • Deutscher Familiengerichtstag e.V.
  • AG Medizinrecht im DAV
  • Interessenverband Arbeitgeber, Selbständiger und Unternehmer e.V.
  • Anwalts- und Notarverein Hannover e.V.
  • Partner und Förderer „Die Recken“ (TSV Hannover-Burgdorf Handball)
  • Ehrenmitglied Glücksmomente e.V. (Verein zur Förderung pferdegestützter Therapie und Pädagogik)