Kosten Unterhaltsverfahren, Trennungsunterhalt einklagen, kosten unterhalt vom Anwalt berechnen lassen
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Kosten des Unterhaltsverfahren

Gerichtliche Verfahren über die Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen bzw. zur Abwehr unberechtigter Forderungen sind kostspielig. Wie können Kontrahenten vermeiden, dass der Streit um Unterhalt die Scheidungskosten unnötig in die Höhe treibt und trotzdem beide zu ihrem Recht kommen?

Die Kosten der Ehescheidung sind im Regelfall abhängig vom Nettoeinkommen der Eheleute, solange nicht besondere Vermögenswerte vorhanden sind, die dann den Wert der Ehescheidung in die Höhe treiben, was zu höheren Gerichts- und Anwaltskosten führt. Die Kosten hängen ab vom Verfahrenswert.

Verfahrenswert

Geht es um Trennungsunterhalt, wird dieses Verfahren außerhalb des Scheidungsverfahrens und im Regelfall zeitlich vor einem solchen geführt. Der Wert eines Unterhaltsverfahrens orientiert sich am Jahresbetrag des Unterhalts.

Außergerichtlicher Vergleich

Wenn sie als Anwalt wissen oder von ihrem Mandanten darüber informiert werden, dass es bei der Höhe des Unterhalts eine gewisse Bandbreite gibt, sollten Vergleichsmöglichkeiten außergerichtlich,
d. h. ohne ein streitiges gerichtliches Verfahren, sehr intensiv in Erwägung gezogen werden. Hier kann es sich anbieten, wenn beide Parteien eine solche Kompromissbereitschaft an den Tag legen, Vergleichsgespräche mit Hilfe geeigneter Fachanwälte für Familienrecht zu führen oder vielleicht auch eine Mediation anzugehen. Kann ein Vergleich abgeschlossen werden, könnte daraus bereits auch ein Indiz für die Zeit ab Rechtskraft der Ehescheidung folgen. Denn es ist grundsätzlich möglich, dass sich die Parteien über eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung auch neben dem Trennungsunterhalt sogleich über den nachehelichen Unterhalt und weitere Aspekte ihrer Ehe verständigen. Damit würden die Kosten für das Scheidungsverfahren nicht um die durch die Klärung des nachehelichen Unterhalts bspw. entstehenden weiteren Gebühren und Kosten erhöht. Da kann es schnell um einige tausend Euro gehen, aber auch um Lebensqualität, die bei einer jahrelangen streitigen Auseinandersetzung eher reduziert sein dürfte.

Risiken von Unterhaltsverfahren

Jedes Unterhaltsverfahren hat Risiken; es ist nicht selten, dass der anwaltlich berechnete Unterhalt vom Familiengericht, Oberlandesgericht oder Bundesgerichtshof nicht bestätigt wird. Es kommt häufiger vor, dass von dort abweichende Ergebnisse festgestellt werden. Daher gibt es auch eine beachtliche Anzahl gerichtlicher Vergleiche, die (für die Gerichte und rechtsanwaltlichen Tätigkeiten) im Vergleich zu einer außergerichtlichen Verständigung einige tausend Euros (mehr!) gekostet haben. Wenn man diese Kosten einkalkuliert und in die Beratung einbringt, was meines Erachtens zu einer seriösen Beratung gehört, wird eine zunächst noch nicht vorhandene Bereitschaft zu einem Kompromiss letztlich oft noch zu einer probaten Option, und zwar für den eigenen Mandanten, aber auch für die Gegenseite.

Kompromisse senken Kosten

Ohne ein aufeinander zugehen kann es keinen Kompromiss geben. Liegen die Vorstellungen über die Höhe des Unterhalts weit auseinander, gehört zu einer fachanwaltlichen Beratung m. E. die wiederholte rechtliche und tatsächliche Überprüfung der eigenen Berechnung unter Einschluss der von der Gegenseite vorgebrachten Argumente und Einwendungen. Ggf. werden Fehler erkannt oder es sind aus anderen Gründen Anpassungen vorzunehmen.

Jeder Fachanwalt sollte daher seine persönlichen Eitelkeiten maximal zurückstellen und (auch sich!) im Sinne seines Mandanten hinterfragen und überprüfen!

Das Ergebnis dürfte eine gut vertretbare (und damit gerichtlich durchsetzbare) Unterhaltsberechnung sein. Wenn der eigene Mandant dementsprechend fundiert beraten worden ist, sollte dann auch in dem Fall, dass kein außergerichtlicher Vergleich zustande gekommen ist, das wirtschaftliche Risiko, bei einem gerichtlichen Verfahren zu verlieren, eher gering ausfallen.