Gründung und Auseinandersetzung von Arztpraxen | Artvocati
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Gründung und Auseinandersetzung von Arztpraxen

Vormals als Gemeinschaftspraxis bezeichnet, gibt es seit einigen Jahren die sogenannte Berufsausübungsgemeinschaft (BAG). Sie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der reinen Praxisgemeinschaft. Ein Zusammenschluss von Ärzten kann auch in Form von verschiedenen Praxen, also ortsübergreifend, vollzogen werden. Welche Inhalte für die jeweiligen Vorhaben von Zusammenschlüssen erforderlich und sinnvoll sind, hängt maßgeblich von den Interessen der jeweiligen Ärzte ab.

Bei der BAG schließen sich zur gemeinsamen freiberuflichen Ausübung der ärztlichen Tätigkeit mehrere Ärzte gleicher oder unterschiedlicher Fachgebiete in gemeinsamen Räumen mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, gemeinsamer Büroorganisation etc., zusammen. Dies kann in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts geschehen, in Form einer Partnerschaftsgesellschaft oder auch als ärztliche Kooperationsgemeinschaft. Das hat große Vorteile, beispielsweise im Rahmen kollegialer Unterstützung, wirtschaftlicher Lasten- und Risikoverteilungen, bei Urlaub und Krankheit, es entstehen Einspareffekte durch die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten und Personal und vieles mehr. Bei der Gründung einer Arztpraxis kommt es zudem vielfach auch auf den Erwerb einer vertragsärztlichen Zulassung (und damit regelmäßig verbunden einer bestehenden fortführungsfähigen Praxis) an. Ohne eine solche vertragsärztliche Zulassung besteht nicht die Möglichkeit, an der vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen.

Alle Praxisverträge sind schriftlich zu schließen. Sie sollen der Ärztekammer vorgelegt werden, damit überprüft werden kann, ob die beruflichen Belange im Vertrag gewahrt sind. In Niedersachsen besteht darüber hinaus sogar eine Vorlagepflicht. Es ist daher wichtig, diese Verträge unter Beachtung der berufsrechtlichen Vorgaben rechtsgültig zu formulieren. Artvocati | Rechtsanwaltskanzlei gestaltet ihren Praxisvertrag rechtssicher und unter Berücksichtigung der individuell maßgeblichen Wünsche und Ziele. Das gilt auch für den Fall, dass eine Praxis beendet werden soll oder muss. Neben den vertraglich dafür vorgesehenen Regelungen kommen ergänzend die gesetzlichen Vorgaben in den Fokus, die Auseinandersetzung kann bspw. in Form einer Realteilung erfolgen.