Ehescheidung | Artvocati
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Anwalt für Ehescheidung in Hannover

Eine Ehe kann in Deutschland nur von einem Familiengericht geschieden werden. Das setzt zunächst voraus, dass eine rechtsgültige Ehe besteht. Für den Scheidungsantrag benötigen Sie dann einen Rechtsanwalt, idealerweise einen Fachanwalt für Familienrecht. Sie können nicht selbst einen Scheidungsantrag stellen. Dr. Oldenburger, Anwalt für Scheidungsrecht in Hannover, vertritt Sie vor den deutschen Familiengerichten in Verfahren zur Ehescheidung. Für eine Kontaktaufnahme oder Terminvereinbarung rufen Sie uns an oder nutzen das Kontaktformular.

 

Aufenthaltsort wichtig für die Zuständigkeit

Welches Gericht zuständig ist, ergibt sich aus dem gewöhnlichen Aufenthalt der Eheleute. Es kommt dabei auch darauf an, ob aus der Ehe gemeinsame Kinder hervorgegangen sind und wo diese zum Zeitpunkt der Antragstellung leben. Infolge einer Trennung ändert sich regelmäßig zumindest der Aufenthaltsort eines Ehegatten. Entweder dieser verbleibt in der gemeinsamen Ehewohnung oder er oder sie zieht in eine neue Wohnung um.

Sind gemeinsame Kinder vorhanden, ist für eine Ehescheidung das Gericht in Deutschland zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich der Wohnort eines Ehegatten mit allen gemeinsamen Kindern fällt. Sind keine gemeinsamen Kinder vorhanden, muss der Scheidungsantrag bei demjenigen Familiengericht gestellt werden, in dessen Zuständigkeitsbereich die Eheleute ihren letzten gemeinsamen Wohnsitz gehabt haben, wenn einer von ihnen dort noch wohnt. Ziehen die Ehegatten in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Familiengerichts, muss der Antrag auf Ehescheidung dann bei dem Gericht gestellt werden, in dessen Bezirk der Antragsgegner jetzt wohnt.

 

Das richtige Familiengericht wählen

Aus unserer langjährigen Erfahrung ist die örtliche Zuständigkeit eine Gerichts sehr bedeutsam für die Scheidung und die Scheidungsfolgen. Das sind beispielsweise Ehegattenunterhalt und Zugewinnausgleich.

Bei einem Familiengericht bestehen viele Abteilungen, wobei jedes Verfahren auf Scheidung von einem/r dort tätigen Richter/in bearbeitet wird. Es kommt damit unausweichlich abhängig von dem Ort des Gerichts und der jeweils zuständigen Abteilung (und damit der Person des/r Richters/in) zu unterschiedlichen Verfahrensführungen und Ergebnissen. Die Prüfung der Zuständigkeit und deren Beeinflussung im Vorfeld eines gerichtlichen Verfahrens sind für das Ergebnis von großer Bedeutung. Dies gilt vor allem dann, wenn durch Wohnortwechsel neue Zuständigkeiten entstehen, die unterschiedliche Resultate für Scheidungsfolgen zur Folge haben können.

 

Wann kann eine Ehe geschieden werden?

Voraussetzung für einen Antrag auf Ehescheidung ist in Deutschland das Gescheitert-Sein der Ehe. Das ist aus vielen Gründen möglich. Das Familiengericht ist daran jedoch im Zusammenhang mit der Ehescheidung nur am Rande interessiert. Entscheidend ist vielmehr, dass ein Ehepartner sich von dem anderen trennen möchte. Das ist häufig das Resultat längerer Überlegungen; vielfach sind auch Eheberatungen und andere Versuche der Kompensation von Fehlentwicklungen erfolglos durchgeführt worden.

 

Wann leben Eheleute getrennt?

Allein die Erklärung, sich trennen zu wollen, genügt nicht, um von einem Scheitern der Ehe auszugehen. Es muss eine Trennung hinzukommen. Was das genau bedeutet, ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Zwar haben sich viele objektivierbare Sachverhalte in der Rechtsprechung zur Ehescheidung etabliert. Man kennt dies unter dem Schlagwort Trennung von Tisch und Bett. Ein Getrenntleben wird danach nur anzunehmen sein, wenn es einen Bruch in dem bisherigen Verlauf und der Gestaltung der Ehe gibt. Es muss auch für Außenstehende erkennbar sein, dass die Eheleute nicht mehr als Paar zusammenleben.

Wenn ein Ehegatte in eine neue Wohnung zieht kann das verbunden mit der Erklärung, sich trennen zu wollen, eine Trennung im Rechtssinn begründen. Das kann auch der Fall sein, wenn eine Trennung in der gemeinsamen Ehewohnung praktiziert wird. Bleiben die Eheleute zunächst in der gemeinsamen Wohnung, besteht zwar noch eine häusliche Gemeinschaft. Es ist aber durchaus möglich, in der gemeinsamen Ehewohnung getrennt zu leben. Das ist letztlich jedoch schwierig, umzusetzen. Aus unserer Erfahrung in vielen gerichtlichen Verfahren entstehen daraus immer wieder  Beweisprobleme. Wenn ein Ehepartner die Scheidung nicht möchte und einer Trennung im gemeinsamen Haushalt widerspricht, muss der andere beweisen, dass man dort getrennt gelebt hat. Hier entsteht ein Nachweisproblem desjenigen Ehegatten, der die eheliche Gemeinschaft für unwiderruflich gescheitert hält und einen Scheidungsantrag durch einen Anwalt für Scheidungsrecht stellen möchte. Denn, wenn die Voraussetzungen der Trennung nicht vorliegen, kann eine Ehe nicht geschieden werden. Es kommt also darauf an, diese Trennung nicht nur tatsächlich durchzuführen, sondern auch zu dokumentieren. Eine fachanwaltliche Beratung vor oder aufgrund einer beabsichtigten Trennung ist daher sehr empfehlenswert..

 

Wann kann ein Scheidungsantrag gestellt werden?

Neben der Trennung der Eheleute ist dafür entscheidend, dass die Wiederherstellung der ehelichen Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Das stellt auf einen zukünftigen Sachverhalt ab, also auf eine Prognose. Das Familiengericht, das für die Ehescheidung zuständig ist, muss sich darüber im Klaren sein, dass für die Eheleute keine gemeinsame Zukunft mehr besteht. Dazu wird das Familiengericht die Eheleute zum Scheitern der Ehe befragen.

 

Regelfall: Scheidung nach Ablauf des Trennungsjahres

Das Familiengericht muss sich Gewissheit darüber verschaffen, dass die Eheleute seit mindestens einem Jahr getrennt leben. Hinzu kommen muss dann, das eine Wiederherstellung der ehelichen Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Dann erst kann davon ausgegangen werden, dass eine gescheiterte Ehe vorliegt. Es genügt, wenn ein Ehegatte erklärt, sich unbedingt scheiden lassen zu wollen und jede Möglichkeit einer Versöhnung ablehnt. Ist das der Fall, kann die Ehe auch bei einem verbleibenden restlichen Zweifel an ihrem Gescheitert-Sein geschieden werden.

Von daher ist es wichtig, einen Scheidungstermin gut vorzubereiten. Es sollte vermieden werden, dort unliebsame Überraschungen zu erleben. Wir haben in einigen Verfahren feststellen müssen, dass ein Ehegatte plötzlich nicht mehr scheidungswillig ist und ein dauerhaftes Getrenntleben bestreitet. Es werden dazu häufig Tatsachen vorgetragen, jedenfalls aber behauptet, die ehetypische Gemeinsamkeiten dokumentieren sollen. Sind diese belegbar oder wird auf gerichtliches Befragen hin die eine oder andere Tatsache sogar eingeräumt, wird man nur schwer ein unwiderrufliches Ende der Ehe annehmen können. Folge kann die Zurückweisung des Scheidungantrags sein. Damit verbunden ist dann regelmäßig, die gesamten Verfahrenskosten tragen zu müssen. Gute anwaltliche Vorbereitung kann dies im Einzelfall verhindern. 

 

Scheidung bei Getrenntleben von 3 Jahren und mehr

Es kann vorkommen, dass Eheleute sich trennen, jedoch mit einem Antrag auf Ehescheidung noch warten. Auch, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist, wird die Trennung fortgesetzt. Es entwickeln sich regelmäßig neue persönliche Verhältnisse an neuen Wohnorten. Es kommen neue Partner*innen ins Spiel, sodass im Laufe der Zeit der Wunsch nach einer Ehescheidung vielleicht wieder stärker wird.

Stellt nach mehr als dreijähriger Trennung ein Ehegatte dann einen Scheidungsantrag, geht man davon aus, dass die Ehe unwiderruflich gescheitert ist. In diesem Fall kommt es auf die Trennung und deren Aufrechterhaltung außerhalb oder innerhalb einer häuslichen Gemeinschaft an.  Besonderes Augenmerk ist auf den späteren Nachweis dieses Getrenntlebens zu legen. Dr. Oldenburger als Anwalt für Scheidung in Hannover hilft und unterstützt Sie in diesen Situationen, also bereits bei und während der Trennung. Sie sollten sich frühzeitig beraten lassen, also auch, wenn Sie noch keinen Scheidungsantrag stellen wollen. Aus der langjährigen Erfahrung von Dr. Oldenburger als Scheidungsanwalt folgt die Empfehlung, sich bereits frühzeitig über die für eine spätere Scheidung maßgeblichen Voraussetzungen zu informieren.

 

Ausnahme: Scheidung aus besonderen Härtegründen

Leider stellt sich in der anwaltlichen Praxis bei Ehescheidungen immer wieder das Problem, dass die Ehe völlig aus den Fugen gerät. Es kommt vor, dass es zu körperlichen Übergriffen, gar Vergewaltigungen, Drohungen und anderen die Rechte eines Ehepartners massiv beeinträchtigenden Handlungen durch den anderen Ehepartner kommt. Vielfach enden diese Verhaltensweisen nicht, wenn sich die Eheleute trennen. Dem anderen Ehegatten wird nachgestellt, er wird verunglimpft, bei seinem Arbeitgeber in Misskredit gebracht und in einer sehr vielfältigen Art und Weise diskreditiert. Das geht bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen (z.B. Körperverletzung, Verletzung Briefgeheimnis, Beleidigung). Es kommt auch vor, dass ein Ehegatte fortan sein Leben neu gestaltet und beispielsweise als Prostituierte oder Callboy tätig ist. In diesem Zusammenhang kann es für den anderen Ehegatten unzumutbar sein, erst auf den Ablauf des Trennungsjahres warten zu müssen, um geschieden zu werden.

Sind die Handlungen und Verhaltensweisen des anderen Ehegatten nicht nur aus einer emotionalen Kränkung heraus anlässlich der Trennung erklärlich und auch nicht mehr in einem vertretbaren Maß, kann die Ehe sogleich geschieden werden. Ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, ist in jedem Einzelfall genau zu überprüfen. Dr. Oldenburger steht Ihnen mit langjähriger Erfahrung und besonderer Expertise zur Seite.

Da es in diesen Fällen immer um besondere, auch intime und private, Dinge geht, ist ein persönliches Gespräch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit enorm wichtig.

 

Folgen bei Zurückweisung des Scheidungsantrags

Wird ein Scheidungsantrag auf besondere Härtegründe gestützt und dieser zurückgewiesen, weil das Familiengericht die dargelegten Sachverhalte als nicht ausreichend für eine Härtefallscheidung bewertet, tragen Sie regelmäßig die gesamten Verfahrenskosten. Dazu gehören nicht nur die eigenen Anwaltskosten, sondern auch die des Gerichts und des gegnerischen Anwaltes. Es kann also teuer werden, einen solchen Antrag unvorbereitet einzureichen.

 

Gute Vorbereitung der Scheidung spart Geld und Zeit

Wie auch schon bei der Trennung erfordert die Scheidung, nicht nur bei besonderen Härtegründen, eine sehr gute Vorbereitung. Es ist notwendig, die Lebenssachverhalte so zusammenzustellen und vorzutragen, dass sie belegbar zur Überzeugung des Familiengerichts keine andere Wahl lassen, als jetzt schon die Ehescheidung auszusprechen. Sie können dazu einen Beratungstermin mit Dr. Oldenburger vereinbaren, um sich eine erste Einschätzung und Empfehlung geben zu lassen. Vielleicht müssen weitere Sachverhalte dokumentiert werden, sodass sie auch Handlungsanweisungen erhalten, um eine Härtefallscheidung nicht sogleich, sondern vielleicht in ein paar Wochen, einreichen zu können. Dies kann Vorteile haben, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Versorgungsausgleich, aber auch beim etwaigen Trennungsunterhalt.

In all diesen Fragen steht Ihnen Dr. Oldenburger gern mit Rat und Tat zur Seite, Sie können über das Kontaktformular einen unverbindlichen Erstkontakt anfragen oder einen Besprechungswunsch übermitteln.